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Frieden und Wohlstand für morgen ist nicht mehr zu erreichen, wenn wir in Deutschland nicht entschiedener umsteuern und unsere ganze Kraft für mehr Nachhaltigkeit einsetzen – in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates

Marlehn Thieme

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist die einzige Option für verantwortliches globales Handeln, die unsere Ökosysteme schützt und damit das Überleben künftiger Generationen sichert.

Olaf Tschimpke, Stellvertretender Vorsitzender des Rates

Olaf Tschimpke

Die Messung von Nachhaltigkeit und die Identifikation von Wirkungszusammenhängen sind wesentliche Erfolgsfaktoren, um das Thema in Unternehmen und auf Kapitalmärkten zu etablieren.

Prof. Dr. Alexander Bassen, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Alexander Bassen

Die Fehler der Vergangenheit vermeiden heißt, dem Fortschritt eine Richtung geben: das Leitbild Nachhaltige Entwicklung taugt als Kompass für technische wie soziale Innovationen auf lokaler, nationaler und globaler Ebene.

Ulla Burchardt, Mitglied des Rates

Ulla Burchardt

Mit den globalen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen sind die langfristigen Meilensteine gesetzt. Jetzt müssen wir ehrlich diskutieren, was Staat, Wirtschaft und Bürger leisten können und müssen, um diese umzusetzen.

Kathrin Menges, Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Council von Henkel

Kathrin Menges

Deutschland hat mit Milliarden-Investitionen grünen Strom günstig und damit global wettbewerbsfähig gemacht. Auf der zweiten Stufe der Energiewende müssen nun Wärme, Mobilität und Strom auf Basis erneuerbarer Energien gekoppelt werden.

Alexander Müller, Mitglied des Rates

Alexander Müller

Die Idee der Nachhaltigkeit ist zentral für eine zukunftsfähige, innovative Wirtschaft und unabdingbar für eine Gesellschaft, die Lebensqualität langfristig sichern will. Deshalb gilt es, die drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales – zusammen zu denken.

Katherina Reiche, Mitglied des Rates

Katherina Reiche

Die nachhaltige Wahl muss zur einfachen Wahl werden.

Prof. Dr. Lucia A. Reisch, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Lucia A. Reisch

Nachhaltige Entwicklung erfordert größtmögliche Gemeinsamkeiten ebenso wie die Akzeptanz von Unterschieden.

Dr. Werner Schnappauf, Mitglied des Rates

Dr. Werner Schnappauf

Nachhaltige Entwicklung erfordert heute eine Agenda, die globale und nationale Ziele und Politiken explizit miteinander verschränkt und der globalen Kooperation einen deutlichen Schub gibt.

Dr. Imme Scholz, Mitglied des Rates

Dr. Imme Scholz

In der Forstwirtschaft haben wir vor Jahrhunderten gelernt, wie wichtig der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen ist. Erfahrungswissen, Aufgeschlossenheit für Neues und Demut vor der Natur können auch anderen Branchen helfen.

Prof. Dr. Ulrich Schraml, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Ulrich Schraml

Die Städte werden künftig noch stärker Zentren technischer und gesellschaftlicher Innovationen, aber auch von sozialen und ökologischen Herausforderungen sein. Umso wichtiger sind die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung unserer Städte.

Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Wolfgang Schuster

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen verpflichten alle Länder zu neuem Denken und Handeln. Grenzen und Möglichkeiten der Globalisierung bemessen sich an ihnen.

Achim Steiner, Mitglied des Rates

Achim Steiner

Wir brauchen mutige politische Entscheidungen, die weniger Wachstum und mehr Nachhaltigkeit belohnen, die Gemeinwohl statt Gewinnstreben fördern.

Prof. Dr. Hubert Weiger, Mitglied des Rates

Prof. Dr. Hubert Weiger

Die Nachhaltigkeitsentwicklungsziele der UN stellen die Vision einer grundlegenden sozial-ökologischen Transformation dar. Sie sind keine entwicklungspolitische oder umweltpolitische Fachaufgabe, sondern binden alle Kabinettsmitglieder.

Heidemarie Wieczorek-Zeul, Mitglied des Rates

Heidemarie Wieczorek-Zeul
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Inhalt

Arbeitsprogramm des Rates für Nachhaltige Entwicklung bis Juni 2016 und Arbeitsschritte 2014

Berlin, den 8.10.2013
 

1. Vorbemerkung

Der Nachhaltigkeitsrat gibt sich dieses Arbeitsprogramm für seine Mandatszeit bis Juni 2016. Themen, die der Rat in seiner Arbeit aufgreifen wird und politische Impulse, die er erarbeitet und empfehlen wird, richten sich an dieser Programmatik aus.

Der Nachhaltigkeitsrat wird das Arbeitsprogramm in sinnvollen Abständen aktualisieren. Er behält sich eine flexible Arbeitsweise vor, um die enge zeitliche Verfügbarkeit der Ratsmitglieder effizient zu nutzen, und je nach Erfordernis auch weitere Themen zu bearbeiten.

Auszug aus der Geschäftsordnung in der Fassung vom 2.7.2013

§1 (2) Der Rat hat insbesondere folgende Aufgaben:

a. Der Rat erarbeitet Beiträge zur Fortentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und schlägt konkrete Projekte zur Umsetzung der Strategie vor.

b. Der Rat nimmt zu Fragen Stellung, die ihm der Staatssekretärausschuss für nachhaltige Entwicklung vorlegt. Über die Veröffentlichung dieser Stellungnahmen entscheidet die Bundesregierung. Daneben kann der Rat sich auch ohne Beauftragung durch den Staatssekretärausschuss zu Themen der nachhaltigen Entwicklung äußern, insbesondere zum Stand der Nachhaltigkeitspolitik in konkreten Handlungsfeldern.

c. Der Rat fördert den gesellschaftlichen Dialog zur nachhaltigen Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene. Er führt Projekte durch, um den Gedanken der Nachhaltigkeit wirksam in der Gesellschaft und in der Wirtschaft zu verankern.

§1 (3) Der Rat gibt sich ein Arbeitsprogramm. Es soll Arbeitsschritte zur Erfüllung der Aufgaben nach §1 (2) enthalten.

Die Arbeitsschritte zum Arbeitsprogramm werden in drei jeweiligen Jahresplanungen für 2014, 2015 und 2016 zum gegebenen Zeitpunkt festgelegt.
 

2. Prioritäre politische Bezugspunkte

2.1. Deutschland

Im Rahmen des Arbeitsprogramms werden die Impulse und Anregungen des Internationalen Peer Review 2013 nach eingehender Prüfung verfolgt.

Die Rolle des Rates im Rahmen des internationalen Peer Review 2013 vertieft die Aufgabenstellung als Plattform und Anker für Netzwerkaktivitäten, die dritte Stellen und Organisationen einbeziehen. Näheres wird nach Vorlage des Peer Review am 23. September 2013 Gegenstand der internen Auswertung und der öffentlichen Diskussion am 4.11.2013 und danach zu entscheiden sein.

Die Bundesregierung plant die Fortschreibung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie für das Jahr 2016. Mit der Aufnahme vorbereitender Arbeiten ist für Anfang 2014 zu rechnen. Der Nachhaltigkeitsrat wird Anforderungen und Empfehlungen zur Auswahl und Ergänzung der Indikatoren, von Leuchtturmprojekten, zur Beteiligung von Stakeholdern und Zukunftsdialogen sowie zur Auswahl von solchen Nachhaltigkeitsthemen machen, die mittelfristig politikrelevant gemacht werden müssen.

Zu der von der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ vorgelegten Überlegung über die Messung von Wohlstand, Lebensqualität und Nachhaltigkeit („BIP und mehr“) will der Nachhaltigkeitsrat einen Vorschlag zur Einbeziehung in die Nachhaltigkeitsstrategie machen und diesen auch in Verbindung mit den Ansätzen und Ergebnissen des Sachverständigenrates für Wirtschaftsfragen entwickeln.

2.2. International

Im Laufe der Mandatsperiode bis Ende 2016 stehen wichtige Entscheidungen zur globalen Nachhaltigkeitspolitik an wie insbesondere zu Sustainable Development Goals und dem Post2015-MDG-Prozess in der Entwicklungspolitik, sowie im Hinblick auf die UN- Klimarahmenkonvention und die Fortführung einer ambitionierten Klimastrategie. Auf Europäischer Ebene sind neben den jeweils vorausgehenden EU-politischen Abstimmungen auch die Ausgestaltung der Europäischen Währungspolitik und die EU-Energiepolitik von ähnlicher Tragweite.

Der RNE wird die Vorbereitung dieser Entscheidungen durch Beratung der Bundesregierung unterstützen. Der RNE wird seine Positionen in diesbezügliche, globale Netzwerke der Zivilgesellschaft auch auf direktem Wege einbringen.

  • UN und zwischenstaatliche Agenda für Nachhaltigkeit

    Der Bericht des UN Generalsekretärs an die Generalversammlung vom 5. August 2013 hebt nationalen Institutionen wie Nachhaltigkeitsräte, Parlamentarische Nachhaltigkeits-Gremien und Beauftragte als potenziell besonders wirkungsvoll hervor. Regionale Netzwerke nationaler Gremien arbeiten oder sind im Aufbau und können bei konsequenter Stärkung noch weit größere politische Relevanz erreichen. Der Nachhaltigkeitsrat will sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für diese Stärkung und den zwischenstaatlichen Lernaustausch engagieren.

    Die zwischenstaatliche Erarbeitung einer globalen und universellen Post-2015-Agenda, in der die Millenium Developments Goals aus dem Jahr 2000 und die auf Grund der UN-Konferenz Rio+20 (2012) zu erarbeiteten Sustainable Development Goals zusammengeführt werden, soll 2015 verabschiedet werden.

    Als nationales Beratungsgremium wird sich der RNE in erster Linie an die Vertreter Deutschlands in dieser Diskussion wenden. Zusätzlich wird er seine Überlegungen und Empfehlungen direkt in die internationale Diskussion einbringen, vorzugsweise auf der Ebene der Nachhaltigkeitsräte und der organisierten Zivilgesellschaft.
     
  • G8

    Im Rahmen der Deutschen G8-Präsidentschaft in 2015 strebt der RNE an, die Transparenz und Validität von Wirtschaftsdaten, soweit für Nachhaltigkeit relevant, zu thematisieren. Zu thematisieren ist beispielsweise die unternehmerische Verantwortung für die Beachtung von Menschenrechten bei Lieferanten und Produktionsstätten insbesondere in Ländern, in denen die Produktions- und Gewinnungsbedingungen (Rohstoffe) fragwürdig sind. Die „nicht-finanziellen Informationen“, die Unternehmen gegenüber der Konkurrenz und dem Staat vorweisen, weiten die Verantwortung von Unternehmen zunehmend auf die Lieferkette, den eigenen Fuhrpark oder Serverbestand aus.

    Der RNE wird die notwendigen Änderungen und Anpassungen des regulatorischen Rahmens z. B. mit Blick auf den Klimawandel, die Verknappung der natürlichen Ressourcen und die Auswirkungen des demographischen Wandels erörtern.
     
  • EU

    Die europapolitische Dimension der Nachhaltigkeitspolitik spielt aus Sicht des Nachhaltigkeitsrates eine viel zu geringe Bedeutung, sowohl in der Politik in Deutschland als auch in der EU-Politik seitens des Europäischen Parlaments, der Kommission und des Europäischen Rates. Der Nachhaltigkeitsrat wird ein starkes Engagement der deutschen Bundesregierung weiterhin durch konkrete Vorschläge ermuntern und begleiten.

    Im Rahmen seiner Möglichkeiten wird er sich zu spezifischen Fragen direkt an europäische Institutionen wenden (bisher z. B. Engagement beim Zusammenwirken der Nachhaltigkeitsräte der Europäischen Mitgliedsstaaten, mit dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, Beteiligung an Konsultationen der Kommission).
     
  • Klimapolitik

    Der Nachhaltigkeitsrat wird sich eingehend mit der globalen Klimapolitik und einer strategischen Verbindung von nationalen und globalen Ansätzen beschäftigen und die deutsche Meinungsbildung zu den laufenden Verhandlungen im UNFCCC begleiten und insbesondere nach ergänzenden und neuen Möglichkeiten suchen, die geeignet sind, Verhandlungsblockaden auf Grund kurzfristiger Interessen durch Nachhaltigkeitskonzepte aufzulösen oder zu mildern.

    Hierbei sollen auch bilaterale Möglichkeiten und Handlungsansätze mitbetrachtet werden. Der globale Kontext der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie wie er auch Gegenstand der Erarbeitung des Peer Review 2013 war, gibt hierfür geeignete Ansatzpunkte. Diese betreffen nicht alleine den Klimaschutz im engeren Sinne, sondern die gesamte Agenda von Energieeffizienz, smart energy-Lösungen, Städtebau und nachhaltiges Bauen, Ressourceneffizienz.
     
  • Unternehmensstrategien

    Der Nachhaltigkeitsrat strebt die Wirksamkeit des (Deutschen) Nachhaltigkeitskodex auch im internationalen Kontext an. Seitens der Gesellschaft und der Kapitalmärkte steigen die Erwartungen an Unternehmen, sich mit Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement bewirkt geringere (Kapital)Kosten. Der Nachhaltigkeitsrat wird mit seinen Beiträgen diesen Zusammenhang stärken.

    Der Nachhaltigkeitsrat wird darüber hinaus weitere Anstrengungen unternehmen, um den Nachhaltigkeitskodex auch im deutschen Mittelstand zu verankern. Es gilt, im mittelständischen „Made in Germany“ das teils traditionell etablierte, teils und zunehmend aber auch neue Verständnis von Nachhaltigkeit zu stärken.
     
  • Wissenschaft, Forschung und Innovation

    Der Nachhaltigkeitsrat will Nachhaltigkeit noch stärker mit Innovation und Förderung der Wissenschaft verbinden. Deutschland hat hier hohes Potenzial. Angesichts der Herausforderungen wird hier aber noch nicht genug getan, respektive es werden sektorale Fortschritte zu wenig mit der Fortentwicklung der ganzen Gesellschaft verbunden.

    Der Nachhaltigkeitsrat wird sich dafür einsetzen, dass die Agenda der Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft und Forschung Berücksichtigung findet. Die Forschung selbst sollte in ihren eigenen Entscheidungs- und Arbeitsprozesses verstärkt den Gedanken der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Innovative Forschungsergebnisse sollen von Politik und Wirtschaft besser aufgegriffen werden.

2.3 Kommunikation

In einer vertieften und verbesserten politischen Kommunikation des Anliegens der Nachhaltigkeit sieht der Rat einen dritten, wesentlichen politischen Bezugspunkt.

Es muss darum gehen, die Konsequenzen des Nachhaltigkeitsgedankens „härter“ herauszuarbeiten und den Begriff der Nachhaltigkeit in seiner konkreten Anwendung zu schärfen. Das ist eine Aufgabe insbesondere der Gruppen und gesellschaftlichen Kreise, die sich mit neuen Formen des Wissens über Transformationen, Zusammenhänge (Nexus) und Engagement befassen und nach Wegen und Formen der Vermittlung in politische Prozesse und unternehmerische Entscheidungen suchen.

Der Drei-Dimensionen-Ansatz zur Nachhaltigkeit soll bewusster erlebbar gemacht werden. Das ist nicht nur eine Aufgabe der Kommunikation, sondern vor allem der Sacharbeit. Ein gutes Praxisfeld ist hier die Frage, wie wir urbane und ländliche Lebenswelten für die Zukunft schaffen und den Bedürfnissen an Mobilität, Bauten, Nähe, Versorgung und Qualität des Lebens gerecht werden.

Kooperationsstrukturen und Netzwerke müssen ausgebaut und neu erfunden werden, wenn Nachhaltigkeitsstrategien in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich sein sollen. Große Unterschiede im Hinblick auf Informationen, Macht, Finanzen oder disziplinäre Gemeinschaften verhindern oft notwendige Kooperationen. Der Rat will sich dafür einsetzen, dass besser verstanden wird, wie Kooperationen auch bei asymmetrischen verteilter Informationsmacht und Kapazität gelingen können und wie sie die Grenzen disziplinärer oder sektoraler Zusammenarbeit überwinden können.

Mit Blick auf die Energiewende hat der Nachhaltigkeitsrat bereits in der Vergangenheit eine besser abgestimmte Kommunikation in die Gesellschaft und Wirtschaft sowie einen wirksamen Einbezug der Bürger in Entscheidungen angemahnt. Um ein Vielfaches mehr gilt dies für die Nachhaltigkeitsstrategie. Politische Kommunikation darf nicht als eine Aktion in Nachfolge und Umsetzung politischer Entscheidungen konzipiert werden, weil sie dann nur noch werblichen Charakter hat. Vielmehr sollte die potenzielle Kraft zur Abstimmung und Koordination von Handlungsansätzen einer Vielzahl von Akteuren auf allen Ebenen von Gesellschaft, Administration und Wirtschaft besser genutzt werden.

Der Rat wird seine kontinuierlich laufenden Projekte wie die Werkstatt N und die Aktionswoche Nachhaltigkeit anhand dieser Vorgaben stärker profilieren. Ferner wird der Rat verstärkt zur Entwicklung einer nachhaltigen Unternehmenskultur (Nachhaltigkeitsmanagement, nachhaltige Beschaffung und Wertschöpfungsketten, Standards entlang der Lieferkette) beitragen, indem er die Meinungsaustausch und das Lernen von guten Ansätzen fördert. Der Rat setzt sich dafür ein, dass die Rolle der Veranstaltung „Deutscher Nachhaltigkeitspreis“ nach Möglichkeit ausgebaut wird. Gleichzeitig wird er andere Veranstaltungsformate wie vor allem Publikumsveranstaltungen von Museen, Messen und Medien sowie von Unternehmen ermuntern, um den Gedanken von Nachhaltigkeit und nachhaltigem Wirtschaften zu vertiefen.
 

3. Strukturelle Festlegungen

Die am 2. Juli 2013 beschlossene Geschäftsordnung des Nachhaltigkeitsrates sieht vor, dass der Rat die oder den Vorsitzende(n) des Parlamentarischen Beirates für nachhaltige Entwicklung des Deutschen Bundestages und ihre oder seine Stellvertreter(in) zu den Sitzungen des Rates einlädt. Die Tagesordnung der Sitzungen wird dem Rechnung tragen und insbesondere jeweils Tagesordnungspunkte zur mittelfristigen Agenda beider Gremien beinhalten.

Der Nachhaltigkeitsrat wird von seiner Möglichkeit Gebrauch machen, externe Fachleute projektbezogen zur zeitlich begrenzten Mitarbeit im Rat einzuladen.

Unter dem Vorbehalt der personellen und finanziellen Kapazitäten strebt der Nachhaltigkeitsrat an, der Nachfrage aus anderen Ländern und aus Unternehmen im Hinblick auf ein Coaching zu dortigen, eigenen Ansätzen von Nachhaltigkeitsstrategien nachzukommen.

Der Nachhaltigkeitsrat strebt an, in einem Dialogprozess mit Interessierten aus der Nachhaltigkeits- und Entwicklungspolitik zu prüfen, welche Vorgehensweisen und Inhalte aus dem Peer Review Prozess für andere Länder und Einrichtungen von Interesse sein können und was nötig ist, um diese Interessen umzusetzen.

Generell sollen die Arbeiten des Nachhaltigkeitsrates daran ausgerichtet sein, die Netzwerke zur nachhaltigen Entwicklung zu stärken und für mehr Kohärenz in den verschiedenen Arbeits- und Aktivitätsbereichen zur nachhaltigen Entwicklung zu sorgen. Dazu strebt der Rat für seine regulären Sitzungen an, dass jeweils ein externer Experte als „Berichterstatter“ oder in einer Rolle als „Herausforderer“ eingeladen wird, um insbesondere im Bereich der „weichen Instrumente neueste Entwicklungen zu erörtern. Dies sollen Bundesminister und ihre hochrangigen Vertreter sowie Kommunalpolitiker, Repräsentanten der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft sein.

Der Rat setzt seine Zusammenarbeit mit Akteuren auf der Ebene der Länder fort.
 

4. Wichtige Themen

Übergeordnete Aspekte

Der Rat wird bewährte Aktivitäten weiterentwickeln. Wichtige Themen, die in der Vergangenheit bereits bearbeitet worden sind, werden auch weiterhin verfolgt und unter aktuellen Gesichtspunkten vertieft. Dabei sollen regelmäßig und grundsätzlich die gesellschaftlichen Leitbilder, die Sicht der Bürger (soweit repräsentativ erfasst) und das Menschenbild thematisiert werden, das der Frage nach Verantwortung und normativen Werten implizit ist. Ebenso soll jeweils auch die internationale Dimension vergegenwärtigt werden, womit auch ein Votum aus dem Peer Review Bericht aufgegriffen wird. Hier soll auch die Einordnung der internationalen Rolle Deutschlands Berücksichtigung finden.

Energiewende

Als Paradigma für die gesamte nachhaltige Entwicklung spielt die Energiewende für den Nachhaltigkeitsrat eine wichtige thematische Rolle, auch was die internationale Dimension der Nachhaltigkeitsstrategie und der Klimapolitik angeht. Die Energiewende wird mit all ihren Aspekten in der Arbeit des Nachhaltigkeitsrates weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Der Rat legt sein Augenmerk dabei nicht auf die (durchaus wichtigen) technischen Aspekte z.B. des Leitungsbaus, der Reserve-Vorhaltung, der Effizienz oder die politischen Aspekte der Reform des EEG und des EnWG, sondern wird auch das Verhältnis von Risiko und Nutzen, von Kosten und Gewinnerwartung thematisieren. Die klimapolitischen Fragen des Emissionshandels, eines internationalen Rechtsregimes für Minderungsmaßnahmen, und anderer klimapolitischer Ansätze werden dabei immer mitbehandelt.

Entgegen der gegenwärtigen Fokussierung des Mainstream auf die Strompreisentwicklung will der Nachhaltigkeitsrat den Nutzen der Energiewende für die Gesellschaft (Generationengerechtigkeit, Mobilität, Handwerk und Maschinenbau, Wissensgesellschaft, ländliche Räume, leistungsfähige Infrastruktur) und den Industriestandort Deutschland deutlicher hervorheben. Hierzu ist es notwendig, die Energiewende nicht nur aus technischer, sondern auch aus kulturwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive zu betrachten. Auf internationaler Ebene ist die Vorbildfunktion der Energiewende für andere Industriestaaten und Schwellenländer zu beachten.

Daneben sind Fragen des demografischen Wandels, der Daseinsvorsorge, der Stadt-Land-Disparität und der Qualität von Arbeit sowie aus dem Bereich von Bildung und Wissenschaft zentrale Themen.

Zukunftsdialoge und Visions-Workshops

Aufbauend auf dem positiven Verlauf und Ergebnis vorangegangener RNE-Initiativen (Contemporary Carlowitz, U27 und die Vision_2050, „Die einhundert jüngsten Kommunalparlamentarier“, Mission Sustainability, Kreativ-Workshops) soll erreicht werden, dass der Zukunftsdialog mit Vertretern der Generation 2050 zu einem integralen Bestandteil der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie wird. Der Rat strebt dabei eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Dritten an. In Frage kommen Stiftungen und Organisationen, die die Auswahl oder Nominierung der Teilnehmer verbessern, eine anspruchsvolle methodische Durchführung unterstützen und die Kommunikation der Ergebnisse verbreitern.

Rohstoffwirtschaft, Recycling, strategische Rohstoffe

Anknüpfend an die Empfehlung zum Rohstoffland Deutschland wird der Rat weitere Vorschläge zur Verbesserung und Ausweitung der Kreislaufwirtschaft erarbeiten und insbesondere die Wertstoffsammlung und neue Produkte und Produktzyklen im Auge haben. Im Vordergrund stehen dabei die Implementation von transformativem Wissen zu Technologien und Arbeitsabläufen in den regulatorischen Rahmen sowie der Anreiz von weiteren Innovationen.

Rohstoffwirtschaftliche und umweltbezogene Gesichtspunkte sollen auch eine stärkere Rolle in der Stadtpolitik / Stadtentwicklung spielen. Hier liegen Effizienzpotenziale und hier besteht auch die Möglichkeit zu signifikanten Entwicklungssprüngen hin zu einer nachhaltigen Stadt.

Landbewirtschaftung und Flächenpolitik

Die wiederholt aufgegriffene Herausforderung einer zeitgemäßen und nachhaltigen Boden- und Landbewirtschaftung (Ziel-30-ha zur Eindämmung der Flächeninanspruchnahme, Ökolandbau, Agrarreform) gehört auch weiterhin zu den Kern-Themen des Nachhaltigkeitsrates. Die internationale Sichtweise soll verstärkt eingebracht werden, ebenso wie der Aspekt wie eine sachgemäße Wissensbasis sichergestellt und ausgeweitet werden kann. Nachdem die verschiedenen Aspekte von Nachhaltigkeitsstrategien in den betroffenen Fachkreisen durchaus angekommen sind, muss es nun vor allem um das Aufzeigen von Handlungsalternativen auf Seiten der Politik, aber auch bei den Akteuren auf den Nachhaltigkeitsmärkten gehen.

Nachhaltiges Wirtschaften

Der Nachhaltigkeitsrat hat das Thema „Nachhaltiges Wirtschaften“ bisher bereits mit einer Vielzahl von Initiativen ordnungspolitischer und kommunikativer Art geprägt. Indessen hat sich das Thema verbreitert, weil eine zunehmende Zahl von Unternehmen zu einer aktiven Nachhaltigkeits-Agenda findet, das Rating / Ranking und Reporting von verschiedenen Akteuren, teils auch als ein eigenes Geschäftsfeld, aufgegriffen wird. Das ist gut; dennoch gibt es auch ungünstige Entwicklungen. So lässt sich eine gewisse Selbstzufriedenheit beobachten und dem Trend zur Ausdifferenzierung von Nachhaltigkeitsangeboten steht keine Gegenbewegung gegenüber, die dort für gemeinsame Standards sorgt, wo dies angemessen ist. Das bewirkt eine zunehmende Unübersichtlichkeit, die in Gefahr steht, dem Verlust von Glaubwürdigkeit Vorschub zu leisten. International besteht die Gefahr des Protektionismus.

Der Nachhaltigkeitsrat wird sich für die Ausweitung und Stärkung des Anteils kreativer Neuerungen und Innovationen einsetzen und zugleich die politisch Verantwortlichen mit Empfehlungen auf die notwendige Gestaltung des Ordnungsrahmens einer nachhaltigen Wirtschaft hinweisen. Prioritäten können sich stoffstromspezifisch und vor allem außenwirtschaftlich ergeben. Branchenspezifische Roadmaps und Leitbilder für 2020/2030 werden unter Einbeziehung von Arbeitgeber, Arbeitnehmern und zivilgesellschaftlichen Stakeholdern eine Schlüsselrolle spielen.

Der Nachhaltigkeitsrat wird die Implementierung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) vorantreiben. Die Europäisierung und zwischenstaatliche Partnerschaften stehen dabei ebenso an wie die Intensivierung des Nutzens des DNK als Plattform und Clearinghouse-Mechanismus. Der Nachhaltigkeitsrat sieht den Finanzmarkt in der Pflicht, seinem Anspruch gerecht zu werden, Nachhaltigkeitsmanagement von Unternehmen signifikant und nachvollziehbar zu honorieren. Der Nachhaltigkeitsrat wird der Bundesregierung auch weiterhin dringend empfehlen, sich substantiell und konstruktiv an der europäischen Meinungsbildung zu einer Berichtspflicht von Unternehmen zu beteiligen.

Oberbürgermeister Dialog ‚Nachhaltige Stadt‘

Der Nachhaltigkeitsrat wird dem Wunsch der sich an diesem Dialog beteiligenden Oberbürgermeister nachkommen, eine Plattform für den strategischen Dialog bereitzustellen. In den letzten Jahren hat sich der Nachhaltigkeitsrat an verschiedenen Stellen erfolgreich dafür eingesetzt, dass lokale Nachhaltigkeitsinitiativen durch die Forschung, Bildungsnetzwerke und die Anerkennung von Best-Practise gefördert und unterstützt werden und dass somit ein Engagement ausgeweitet werden konnte, das bestehende Lokale-Agenda-Aktivitäten sinnvoll ergänzt. Nunmehr kommt es einerseits darauf an, die lokalen Erfahrungen noch besser und stringenter auszuwerten und zu kommunizieren; andererseits wird der Nachhaltigkeitsrat im Rahmen seiner Arbeiten auf eine substantielle Einbeziehung der Kommunen in den föderalen Nachhaltigkeits-Dialog drängen.

Konsum

Das Projekt „Nachhaltiger Warenkorb“ wird fortgeführt. Die regelmäßige Überarbeitung und Aktualisierung sowie die Nutzung von sozialen Netzwerken bietet jeweils Gelegenheit zur Überprüfung des Projektes und regt neue Kooperationen an. Die Verbesserung von Labels und Produktkennzeichnungen zur Nachhaltigkeit ist ein weiter intensiv zu verfolgendes Anliegen des Nachhaltigkeitsrates. Insbesondere muss es auch gelingen, die Denkkulturen zu verändern, die der Ausgestaltung von Verkaufsräumen und dem Design von Produkten häufig zu Grunde liegen und die den Konsumenten auf fragwürdige Weise auf wenige Charakteristika reduzieren, die eher wenig mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Stattdessen richtet sich das Käuferbewusstsein immer stärker (wiewohl nicht genug) auf Qualitäten aus. Ein frühzeitiges, wissenschaftlich fundiertes und empirisches Überprüfen von Konsumenten-Optionen wäre ein wichtiger Schritt, um eine verbesserte Verständlichkeit von Produktinformationen und einen leichtere Zugang zu den für das Konsumverhalten relevanten Daten zu schaffen.

Werkstatt N und Aktionswoche Nachhaltigkeit

Die Projekte werden fortgeführt. Angestrebt wird dabei eine möglichst netzwerk-basierte Form des Wettbewerbs um die Zuerkennung des Titel Werkstatt N. Der Nachhaltigkeitsrat wird auch dafür sorgen, dass das Projekt mehr als bisher die an anderer Stelle laufenden, aber durchaus parallelen Aktivitäten aufnimmt. Die Aktionswoche Nachhaltigkeit soll mit vergleichbaren Formaten stärker vernetzt werden.

Bildung

Nach der Beendigung der UN Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung in 2014 setzt sich der Nachhaltigkeitsrat für eine Intensivierung der Implementation der gewonnen Erkenntnisse, Methoden und Praxiserfolge in die Breite der schulischen Institutionen ein. Die Verknüpfung mit außerschulischen Netzwerkpartnern ist dabei als ein wichtiger Schritt auszuweiten und zu vertiefen. Hier will der Nachhaltigkeitsrat unterstützend tätig werden.

Der Rat möchte schul- und schulsystem - umgreifenden Initiativen zu ermuntern und den Schulen und Schülergruppen, die bereits vorbildliche Initiativen zum Beispiel zum Klimaschutz ergriffen haben, weiter ermutigen.

Wissenschaft und Nachhaltigkeit

Die Agenda wichtiger wissenschaftlicher Institutionen ist, was Nachhaltigkeit angeht, in der letzten Zeit in Bewegung geraten. Das ist ein positives Zeichen. Dieses Momentum will der Nachhaltigkeitsrat stärken und seine Wirksamkeit ausweiten. Er wird sich dafür einsetzen, die Forschungs-Aufwendungen gezielt auszuweiten und verstärkt die Innovationen im Wissenschaftssystem zu fördern, insbesondere zur Art und Weise, in der sich das Wissenschaftssystem selbst mit der Herausforderung Nachhaltigkeit beschäftigt.

Der Nachhaltigkeitsrat geht davon aus, dass sich die Komplexität im wissenschaftlichen Nachhaltigkeitsdenken steigt und „Wissen“ immer fragmentierter und spezifischer wird, während die Gesellschaft zunehmend nach übergreifenden Erkenntnissen und Zusammenhängen fragt. Der Nachhaltigkeitsrat will die Erarbeitung von exzellenten, transdiziplinären Vorgehensweisen nach Maßgabe eigener Kräfte und in Kooperation mit Partnern aufgreifen und, wo sinnvoll, Vorschläge für das Kriterium Nachhaltigkeit in transformativen Wissenschaften machen. In die wissenschaftliche Begründung von so genannten planetarischen Grenzen für die Ressourcennutzung will der Rat in Zukunft verstärkt Anforderungen aus der Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategien einbringen, so etwa zur Datengenauigkeit und zu den Bewertungsmaßstäben Vorsorge und Gefahrenabwehr und ihren Rechtsfolgen, zur Verifikation, Regionalisierung und zum Reporting.

Daseinsvorsorge, Gesundheit

Die demografische Entwicklung in Deutschland bringt eine Vielzahl von Folgen für das Leben der Menschen mit sich, zum Beispiel im Hinblick auf Lebensarbeitszeiten, Arbeit, Wohnen und Bauen, gesundheitliche Pflege und Vorsorge, Infrastrukturen, Bildung und Mobilität sowie im Hinblick auf Werthaltungen, Einstellungen und familiäre Bindungen.

Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit ist indessen noch unterentwickelt. Sie wird in der Regel nur als Nebenbedingung für ökologische und wirtschaftliche Kriterien gesehen. Dies wird weder den sozialen Herausforderungen, noch jenen Kriterien gerecht. Der Nachhaltigkeitsrat strebt eine stärkere Einbindung von gesundheits- und wohlfahrtspolitischen Verbänden und Einrichtungen der Sozialwirtschaft in die Nachhaltigkeitsstrategie.

Mobilität und Städtebau

In der Mobilitätspolitik muss unter dem Gesichtspunkt Nachhaltigkeit stärker als bisher umgedacht werden. Der Nachhaltigkeitsrat wird die positiven Ansätze von diesbezüglichen Dialogprojekten im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie weiterhin unterstützen und Empfehlungen für deren Ausweitung auf weitere Mobilitätsthemen erarbeiten.
 

5. Veranstaltungen

Die Reihe von Jahreskonferenzen wird auch 2014 ff. fortgeführt, da sich diese Veranstaltungsform als politischer Nachhaltigkeitsgipfel bewährt hat. Wie auch bisher strebt der Nachhaltigkeitsrat an, diese Veranstaltungsform allerdings fortwährend methodisch und inhaltlich fortzuentwickeln. Dies soll auch weiterhin geschehen. In diesem Sinne zu prüfen sind Partnerschafts-Konzepte für die Durchführung der Foren, neue Vortragsmodelle wie etwa Kurzvorträge im Plenum insbesondere zu internationalen Nachhaltigkeitsfragen sowie innovative Wettbewerbsformen und politisch-inhaltliche Gesprächsrunden. Die Gastgeber- Rolle der Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates soll sichtbarer werden.

Zusätzlich zu den Jahreskonferenzen soll einmal pro Jahr ein Politisches Jahresforum des Nachhaltigkeitsrates stattfinden, das als Treffpunkt der Nachhaltigkeitspolitik fungiert und als Plattform für Dialog und Strategiefindung organisiert wird.

Das Format der Carl-von-Carlowitz-Vorlesungen wird weitergeführt. Je nach Umständen wird die Vorlesung in die Jahreskonferenz integriert.

Für wissenschaftliche Fragestellung wird die Zusammenarbeit mit dem Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS, Potsdam, gesucht/vertieft.
 

6. Arbeitsschritte 2014

Im Laufe des Jahres 2014 nimmt sich der Rat vor, sich schwerpunktmäßig mit folgenden Themen befassen:

  • Umsetzung des Peer Review Berichtes, insbesondere Veränderung von Institutionen und Governance und Empfehlungen an den Nachhaltigkeitsrat; Empfehlungen zu Grundstrukturen und Projekten für die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie

    mit dem Ziel eines Politischen Statements zur Umsetzung des Peer Review Berichts
     
  • Kreislaufwirtschaft

    mit dem Ziel einer Politischen Empfehlung zu Praxis und Perspektive der Kreislauf-Idee für Produktion, Konsum und neue Wirtschaftsmodelle
     
  • Energiewende und Klimastrategien

    mit dem Ziel der begleitenden Beratung von Prozessen und Verhandlungen, hier auch unter Einbezug der globalen Dimension
     
  • Forschungswissen und Technik, Bildung

    mit dem Ziel einer Politischen Empfehlung zur Forschungspolitik, gegebenenfalls anhand von Beispielen aus Landnutzung und Waldwirtschaft sowie den Schwerpunktthemen des Rates
     
  • Neue Ansätze für Kooperationen zu Nachhaltigkeitsstrategien

    mit dem Ziel einer Politischen Empfehlung an die Bundesregierung und interessierte Kreise, basierend auf best-practise Beispielen sowie einer Fehlstellen-Analyse

Als Gäste sollen Mitglieder des Bundeskabinetts eingeladen werden sowie Praxis-Akteure aus dem jeweiligen thematischen Zusammenhang.

Sachverständige

Sachverständige sind Personen mit hohem Bekanntheitsgrad und Expertise, die für einen Zeitabschnitt zur Mitarbeit im Rat gewonnen werden.

Bildung: Der Nachhaltigkeitsrat will mit einem Projekt die aktionsbezogene Fortführung der UNESCO Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützen und fördern.

Naturverständnis und Nachhaltigkeit: In einer zunehmend urbanen und technikgetriebenen Kultur will der Nachhaltigkeitsrat das Verständnis der Gesellschaft für Natur, Ressourcen und Ökologie als Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung fördern.

Weitere mögliche Themen:

  • Messung, Bericht und Verifikation von Nachhaltigkeit in Unternehmen und in der Wirtschaft
     
  • Qualitätslabel für nachhaltige Produkte oder Produktionsverfahren
     
  • Bauen und Wohnen

Motto und inhaltliche Ausrichtung der Jahreskonferenz 2014

Verstehen – Vermitteln – Verändern
14. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung
2. Juni 2014, 9.30 – 18.00

Thema des Herbstforums des Nachhaltigkeitsrates 2014

Europa, Europäische Nachhaltigkeitsstrategie, der globale Kontext

Carl-von-Carlowitz-Vorlesung 2014

Wie hat sich das Verstehen mit der Veränderung der Welten geändert? Und was folgt aus dieser Wissensgeschichte für die Nachhaltigkeitsstrategie heute?

Prof. Dr. Jürgen Renn, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (tbc)

Aktionstage Nachhaltigkeit

Die „Aktionstage Nachhaltigkeit“ finden in 2014 bundesweit vom 23.-29. Juni statt. Eine Fortsetzung in den Folgejahren ist vorgesehen; ebenso die Verknüpfung mit Aktivitäten Dritter.

 

Aktuelles Arbeitsprogramm

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